Flörsheim am Main

Main
Die Stadt Flörsheim am Main ist geprägt durch ihre Lage am Ufer des Flusses. Die Bürger sind stolz darauf, dass ihre Heimatstadt den Zusatz „am Main“ offiziell im Namen führen darf. Flörsheim ist Namensgeber und zugleich größter Stadtteil der Kommune, zu der seit 1972 die Stadtteile Weilbach und Wicker gehören.


Mainansicht
Flörsheim nennt die größte sanierte – und wohl auch die schönste – zusammenhängende Altstadt am Untermain sein Eigen. Der historische Kern Flörsheims ist sogar nach internationaler Konvention als schutzwürdiges Kulturgut ausgezeichnet. Tausende Fahrradausflügler, die den komfortabel ausgebauten Mainuferradweg benutzen, kommen jedes Jahr hier vorbei. Für Tagestouristen lohnend ist ein Gang durch die Altstadt, die von der barocken St.-Gallus-Kirche dominiert wird. Das Gotteshaus birgt mit seiner Orgel, die vom Orgelbaumeister Johann Jakob Dahm Anfang des 18. Jahrhunderts geschaffen wurde, einen wahren Schatz.


Im Mainturm, der einst Teil der Stadtbefestigung war, befindet sich heute das Kunstforum Mainturm. Auf dem Maindamm gelegen ist der Flörsheimer Weinprobierstand. In der warmen Jahreszeit gibt es hier an Wochenenden und Feiertagen Flörsheimer und Wickerer Wein zu verkosten.


Warte
Weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Flörsheim am Main ist die Flörsheimer Warte. Sie wurde im Jahr 1996 in Anlehnung an ihr historisches Vorbild inmitten der Flörsheimer und Wickerer Weinbergslagen wieder aufgebaut. Als Wachtturm gehörte sie einst zur Kasteler Landwehr. Den weiten Ausblick in die Region schätzen heute Wanderer und Fahrradausflügler, die im Schatten der Warte ein Glas Wein genießen. Nicht weit von der Warte entfernt erstreckt sich das vom Wickerbach durchzogene Naherholungsgebiet der „Flörsheimer Schweiz“. Neben den Schönheiten der Natur gibt es hier auch Kunstwerke im öffentlichen Raum zu sehen, etwa den imposanten „Eisenbaum“. Einen rund 170 Hektar großen Wald besitzt Flörsheim auch, allerdings befindet er sich auf der anderen Mainseite, auf Raunheimer Gemarkung.


Flörsheim hat freilich mehr zu bieten als Historie und Natur. Zahlreiche Betriebe des Handels und Gewerbes sowie der Produktion sind hier ansässig. Die Palette reicht vom inhabergeführten Traditionsbetrieb bis zum Globalplayer. Und sogar einen kleinen Frachthafen kann Flörsheim vorweisen.


Stadtgarten
Moderne Wohnbaugebiete sowie großzügige Parks und Stadtgärten machen Flörsheim zu einem Ort, an dem es sich gut leben lässt. Dafür sorgt auch die Infrastruktur für den täglichen Bedarf. Zahlreiche Fachgeschäfte in der Innenstadt und im neuen Einkaufszentrum „Flörsheim Kolonnaden“ halten ein breites Warensortiment für die Einwohner bereit.


Flörsheim ist auch ein ausgezeichneter Bildungsstandort. Sechs Kindertagesstätten in städtischer und kirchlicher Trägerschaft, zwei Grundschulen mit angeschlossener Schulkinderbetreuung, sowie eine Haupt- und Realschule als auch ein Gymnasium machen es möglich, den kompletten Bildungsweg vor Ort in Flörsheim zu absolvieren.


Flörsheim verfügt mit der Stadthalle über ein modernes und leistungsstarkes Zentrum für kulturelle Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse.



26_Flora mit Bürgermeister Antenbrink
Zu den liebevoll gepflegten Flörsheimer Traditionen gehören die Fastnacht und der Verlobte Tag. In Flörsheim wird die „Fünfte Jahreszeit“ nach Mainzer Art gefeiert. Die kleine Stimmungshochburg ist bekannt für ihre sehr qualitätsvolle Saalfastnacht und die fröhliche Straßenfastnacht, die jedes Jahr tausende Besucher aus der ganzen Region anlockt.


Der Verlobte Tag wird in jedem Jahr am letzten Montag des August mittels einer feierlichen Prozession durch die Gassen der Altstadt begangen. Die Tradition geht zurück auf das Jahr 1666, in dem eine verheerende Pestepidemie ihr Ende fand.


Keramag/Falkenberg mit den Wohnplätzen Wiesenmühle, Obermühle, Taubertsmühle und Falkenberg ist kein eigenständiger Stadtteil sondern gehört als Ortsteil zu Flörsheim.


Entstanden ist die Wohnsiedlung aus der Niederlassung eines keramischen Betriebes Anfang des 20. Jahrhunderts. Waren es früher nur ein paar landwirtschaftliche Gehöfte und Wohnhäuser der Mitarbeiter des Werkes, so wuchs die Siedlung nach 1950 durch die Errichtung von landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstellen heimatvertriebener Landwirte. Einen weiteren Einwohnerschub bekam der Ortsteil in den 1980er Jahren durch den Bau von Eigenheimen, die zum großen Teil in Selbsthilfe errichtet wurden. Die Produktion des keramischen Betriebes wurde 1982 eingestellt, das Gelände wird heute als Gewerbepark genutzt.


In Keramag/Falkenberg sind auch der städtische Bauhof und die Kläranlage des Abwasserverbandes Flörsheim am Main angesiedelt.


Abenteuerspielplatz
Doch auch wichtige Freizeiteinrichtungen befinden sich im Ortsteil. Am Ufer des Wickerbaches liegt ein weitläufiger öffentlicher Abenteuerspielplatz mit Grillhütte, auf dem auch die jährlichen Ferienspiele veranstaltet werden. Ein privat betriebener Sportpark ist ein beliebtes Ziel für Freizeitsportler aus der Region.


Kalkbrennöfen
Mit den historischen Kalkbrennöfen, die Teil des Regionalparkweges sind, birgt Keramag/Falkenberg ein außergewöhnliches Industriedenkmal. Eine moderne, begehbare Dachkonstruktion aus Glas und Stahl schützt die Überreste der Öfen und ermöglicht interessante Einblicke in die Brennkammern.