Mainturm

Mainturm
Der Mainturm, um die Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden, gilt als das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt Flörsheim am Main. Diese frühneuzeitliche Befestigungsanlage diente schon vor dem Dreißigjährigen Krieg dem Schutz des Mainufers und der Kontrolle des Schiffsverkehrs. Er entstand in der Nachfolge einer erheblich früher befestigten Ortsanlage, deren Ursprünge auf das erste Drittel des 14. Jahrhunderts zurückgehen.
Der Mainturm wurde, so wird vermutet, nicht nur zu Verteidigungszwecken genutzt, sondern hat wohl auch als Bollwerk zur Erhebung von Zöllen auf dem Main fungiert und als Schutz bei Eisgang und Hochwasser.
Bis 1978 beherbergte der Turm das Flörsheimer Heimatmuseum.



Kunstforum Mainturm

Mainturm
Das Kunstforum Mainturm wurde im November 2001 eröffnet. In knapp einjähriger Bauzeit entstand ein Gebäudekomplex, der das historische Gebäude „Mainturm" mit dem Nachbarhaus, dem ehemaligen „Wärmestübchen", baulich verbindet.
Der Architekt und Planer Franz Josef Hamm, Limburg/Lahn, verlängerte das Wärmestübchen in östlicher und nördlicher Richtung und schuf einen verglasten Steg als Verbindung zwischen dem Mainturm und dem Nachbarhaus.
Das KUNSTFORUM MAINTURM ist eine Stätte des ideellen Austausches und Dialogs. Auf insgesamt vier Etagen bietet das Haus Platz für kulturelle Veranstaltungen und die Begegnung von Kunstschaffenden mit Kunstinteressierten.



Brunnenskulptur

Brunnen
Das in Bronze gegossene Kunstwerk „Regenbrunnen" der Künstler Gernot und Barbara Rumpf aus Neustadt an der Weinstraße verweist auf die historische Bedeutung des Flusses für Flörsheim am Main. Der historische Bezug zur Stadt und zur Region wird symbolisch dargestellt. Als Grundgerüst dient ein Fischernetz, auf dem sich ein römisches Feldzeichen als Bezug zur Römerzeit findet. Ein Krummstab symbolisiert das Mainzer Kurfürstentum und ein Paar abgetretene Landsknechtstiefel deuten auf den Dreißigjährigen Krieg hin. Die Notenrolle ziert eine Handschrift von Händels „Dettinger Te Deum", eine siebenarmige Menora ist Hinweis auf das jüdische Leben in Flörsheim und die Jakobinermütze kann ebenso als Revolutionsmütze, aber auch als Narrenkappe gesehen werden.



Relief "Der Schweinedieb"

Schweinedieb
Das quadratische Sandsteinrelief vom „Schweinedieb" erinnert an eine alte Flörsheimer Geschichte, dem Zufolge auf eine böse Tat eine Strafe folgt. Es wird von einem Mann berichtet, der in der Nacht bei einem Bauern „am Untertor" eingebrochen war und dort ein Schwein stahl. Er steckte das Schwein in einen Sack und machte sich auf dem Weg zurück. Erschöpft von der schweren Last, rastete an einer Mauer. Damit das Schwein, das anfing zu zappeln, dem Dieb nicht entweichen sollte, band sich der Schweinedieb das Seil an dem Sack um seinen Hals. Das Schwein aber zappelte weiter, gab keine Ruhe und fiel auf der anderen Seite der Mauer mitsamt dem Sack hinunter. Der Dieb wurde so von seinem eigenen Diebesgut erhängt.